Auswertung des Landesjugendtreffens in Mühlhausen aus Sicht des LAK „emanzipatorische Kritik“

Aufkleber: Mehr Ponies in die Parlamente!

Vom 18. bis 20. Oktober trafen sich die Mitglieder der Linksjugend [’solid] Thüringen in Mühlhausen zum 14. Landesjugendtreffen (LJT). Angesichts von negativen Erfahrungen auf den vergangenen Veranstaltungen des Landesverbandes, gab es unsererseits im Vorhinein Bedenken bzgl. dieser Mitgliederversammlung. Jedoch zu Unrecht wie wir im Nachhinein resümieren müssen: Der LAK eK sieht dieses LJT als einen großen Schritt in die richtige Richtung – Weg von den ewigen Grabenkämpfen hin zu einer konstruktiven, pluralistischen und emanzipatorischen Verbandsarbeit.
Höhepunkt der Tagung war sicherlich die Wahl der Jugendkandidat_innen für die Landtagswahl 2014. Wir wünschen an dieser Stelle den nominierten Kandidat_innen Kati Grund und Christian Schaft viel Erfolg und Durchhaltevermögen für ihren Wahlkampf und sehen einer gemeinsamen politischen Zusammenarbeit wohlwollend entgegen. Selbiges gilt natürlich auch für alle anderen vom LJT gewählten Genoss_innen.
Mit besonderer Freude erfüllt uns die Gründung des LAK FeProfe (Feminismus und Profeminismus) und eines LAK AuF, der jenseits der Dogmatik des BAK AuFs agieren möchte und somit eine Plattform für reflektierten Antimilitarismus und emanzipatorische Friedenspolitik schafft. Allen neu gegründeten LAKs wünschen wir viel Erfolg bei der inhaltlichen Arbeit und erhoffen uns eine produktive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themengebieten innerhalb des Landesverbandes. Dass diese Auseinandersetzung teilweise zwingend nötig ist zeigt nicht zuletzt auch die Debatte über den Aufkleber „Mehr Ponies in die Parlamente – Gegen Geschlechterklischees“. Wir sind erfreut, dass sich das LJT dennoch dazu entschieden hat diesen Aufkleber zu drucken und überlegen derzeit intern, ob wir nicht einen Teil unserer restlichen Verbandsmittel dazu aufwenden wollen, einen Druck dieser Aufkleber in einer höheren Stückzahl zu ermöglichen. Zudem begrüßen wir den Schritt ein Verbandswochenende an Pfingsten durchzuführen, um so die innerverbandliche Kommunikation zu verbessern. Somit wird auch das Pfingstcamp in Königsee nicht mehr vom Landesverband finanziert – wodurch einer wichtigen Forderung des LAK eK Genüge getan wurde. Wir fühlen uns daher in unserer bisherigen Arbeit bestätigt und werden diese weiter intensivieren.
In einer an das LJT anschließenden LAK Phase hatten wir zudem die Gelegenheit uns über die weitere Arbeit des LAK eK auszutauschen. So wird es demnächst noch einen Aufkleber von uns zur Kritik an Dogmen geben. Besonders gefreut hat uns jedoch die Tatsache, dass auch mehrere Interessent_innen an der Sitzung teilnahmen um sich über den LAK eK und seine Ziele zu informieren.

Insofern sehen wir der weiteren Entwicklung des Landesverbandes äußerst positiv entgegen und freuen uns auf das nächste Landesjugendtreffen, in der Hoffnung, dass die progressiven, feministischen und emanzipatorischen Ansätze dort eine Fortsetzung erfahren und der Landesverband Thüringen somit bald auch auf Bundesebene als Vorzeigemodell für einen pluralistischen Verband gelten kann.